Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige. (Seneca)

Die richtigen Ziele finden – wie und warum?

Vielen von uns wurde nie mit auf den Weg gegeben, was wir alles erreichen können, wenn wir uns nur klare Ziele setzen. Viele der Ziele wie Schule, Ausbildung, Studium, dieses oder jenes zu besitzen kommen von außen. Das soll nicht bedeuten, dass diese sinnlos sind, aber jeder von euch sollte sich in regelmäßigen Abständen Zeit für sich selbst nehmen und darüber nachdenken, was für einen selbst lohnenswerte Ziele im Leben sind – ohne irgendwelche Einflüsse von anderen Personen. Doch um diese zu richtig zu sehen, brauchen wir bei der Zielsetzung einen ungetrübten, fokussierten Blick. Daher ist es hilfreich sich intensiv mit seinen kurz-, mittel-, und langfristigen Zielen auseinanderzusetzen und sie inhaltlich und zeitlich abzustecken. Eine „richtige“ Zielsetzung schärft unseren Blick für die Dinge, welche für uns wichtig sind, macht uns konzentrierter auf ebendiese und lässt uns weniger stolpern, wenn wir den oft steinigen Weg des Lebens beschreiten. Wer seine Ziele mit System erreicht, steigert dadurch seine Selbstachtung und sein Selbstbewusstsein. Neben Glücksgefühlen bringt einem das eine gesunde Portion Stolz. Kurz: Ohne Ziele keine Ergebnisse!

 

5 Regeln für SMARTe Ziele und wie ihr diese erreicht

Die Abkürzung SMART steht für die Begriffe Spezifik, Messbarkeit, Akzeptanz, Realismus, Termin und wird beispielsweise im Projektmanagement oder auch bei der Personalentwicklung von Unternehmen angewendet.
Mit Hilfe von SMART-Zielen lassen sich Ziele und Meilensteine konkret definieren und besser erreichen – egal, ob ihr 300 Mitmenschen führen oder einfach die für euch beste Abendplanung gestalten wollt. Entsprechend der Begriffsbedeutung stellen wir euch fünf Regeln vor, die euch helfen sollen SMART erfolgreich anzuwenden, um das spannendste Projekt von allen, euer Leben, nach euren Wünschen zu gestalten.

Regel 1 – (Spezifisch): Seid spezifisch!

Dies heißt, definiert eure Ziele möglichst genau. Zur Hilfe kommen euch die folgenden sechs W- Fragen, die sich im Projektmanagement etabliert haben:

  • Wer ist involviert?
  • Welche(s) Ziel(e) will ich erreichen?
  • Wo soll das passieren?
  • Wann soll es passieren?
  • Welche Anforderungen und Einschränkungen gilt es zu beachten?
  • Warum setze ich mir dieses Ziel?

In der letzten Frage geht es darum, konkrete Gründe zu finden, warum man gewisse Ziele überhaupt erreichen will und welchen Gewinn es bringt, diese Ziele zu erreichen. Was spezifische und eher vage Ziele sind, wollen wir euch an zwei Beispielen zeigen.

Beispiel 1:

  • Vages Ziel: „Ich will fitter werden!“
  • Spezifisches Ziel: „Ich will in der Lage sein 10 Km am Stück zu laufen in unter einer Stunde.

Im Vergleich zum vage formulierten Ziel, gibt die spezifische Zielsetzung an, was ihr konkret machen wollt, wie oft, und wie lange. Was fehlt aber? Es ist nicht klar, ob ihr vielleicht nur schnell abnehmen, eure Körperkraft oder die mentale Stärke verbessern wollt, also der Grund und die Motivation für das Ziel.

Beispiel 2:

  • Vages Ziel: „Ich will mehr sparen.“
  • Spezifisches Ziel: „Ich lege für die nächsten 6 Monate den Betrag von 100€ monatlich auf meinem Sparbuch an und kaufe mir anschließend einen antiken Schaukelstuhl.“

Regel 2 – (Messbar): Legt konkrete Messkriterien für die Fortschritte fest!

Wie in den ersten Beispielen angedeutet ist es sehr sinnvoll, sich konkrete, messbare Werte zu überlegen, an denen ihr sehen könnt, ob ihr euer Ziel erreicht habt. Darüber hinaus habt ihr auf dem Weg dorthin eine Kontrollmöglichkeit um zu sehen, ob ihr mit euren Teilzielen hinterherhinkt oder gar schon vorauseilt. Auch hier helfen wieder die guten alten W-Fragen:

  • Wie viel? 😉
  • Woher weiß ich, wann ich mein Ziel erreicht habe?
  • Was mache ich, wenn ich meine Ziele erreicht habe?

Wer sich auf dem Weg, seine gesetzten Ziele zu erreichen, Notizen macht, behält dabei den Überblick und motiviert sich zusätzlich selbst. Das gute alte Notizbuch könnte hier hilfreich sein oder aber, wer es moderner mag, benutzt Tracking Apps oder ein Texteditor auf seinem SMARTphone. Wichtig ist, dass der Fortschritt schriftlich festgehalten wird und anhand der Notizen nachvollziehbar ist.

Regel 3 (Akzeptanz): Gestalte deine Ziele so, dass sie akzeptierbar sind!

Ist die Zielsetzung nur für euch selbst, ist der Fall klar. Setzt ihr aber Ziele für eure Teamkollegen, Angestellten, Freunde usw. ist zu beachten, dass die Ziele von ihnen akzeptierbar sind. Das heißt, die Ziele müssen als angemessen, attraktiv und ausreichend anspruchsvoll angesehen werden und dabei stets ausführbar bleiben. Sucht euch lieber ein neues Ziel, falls ein von euch gesetztes Ziel eure zeitlichen Kapazitäten oder fachlichen Kompetenzen übersteigt. Das könnt Ihr überprüfen, indem ihr euch die folgenden drei Fragen stellt.

  • Seid ihr bereit, Zugeständnisse zu machen, um euer Ziel zu erreichen?
  • Seid ihr Willens, gewisse Aspekte eures Lebens drastisch zu ändern bzw. zu optimieren?
  • Gibt es vielleicht besser erreichbare Ziele, für die es sich eher lohnt zu arbeiten?

Regel 4 (Realistisch): Setzt euch realistische Ziele!

Setz euch realistische Ziele: Es ist unrealistisch, dass ein Blinder ein Meisterscharfschütze wird, oder das jemand, der 10 Jahre keinerlei Sport gemacht hat, sich innerhalb von zwei Wochen auf einen Marathon vorbereiten kann. Wohlgemerkt: Unrealistisch, nicht unmöglich. Definiert ihr den Sinn eures Lebens darüber, trotz der denkbar schlechten Voraussetzungen doch diesen Marathon zu packen, werdet ihr Mittel und Wege finden, dies auch zu erreichen. Vielleicht nicht in zwei Wochen, aber in ein paar Monaten.

Regel 5 (Termin): Verpackt eure Ziele in einen zeitlichen Rahmen!

Eure Ziele sollten stets zeitgebunden sein. Entweder setzt ihr euch einen Termin, bis zu dem alle Teilziele erreicht sein sollen, oder ihr bastelt euch einen konkreten Zeitplan. Letzteres empfiehlt sich bei komplexeren Problemen, wie der Montage eines Space Shuttles in der heimischen Garage. Sich selbst Fristen zu setzen, steigert die innere Wahrnehmung für das Ziel und gibt ihm eine gewisse Ernsthaftigkeit. Dies wiederum sorgt für einen mächtigen Motivationsschub. Hat man für seine Ziele weder Zeitplan noch Deadline, geraten diese oft in den Hintergrund des eigenen Bewusstseins. Durch das Fristensetzen entwickelt man ein gesundes Verständnis von Dringlichkeit. Wollt ihr beispielsweise eure Leistungen im Kraftdreikampf verbessern, setzt euch neben den messbaren Zielen eine zeitliche Frist. Das sorgt dafür, dass der mentale Prozess das Ziel anzugehen viel bewusster wird und eure Chancen auf Erfolg sich verbessern. Ihr habt euch einen Zeitrahmen gesetzt? Eure Deadline könnte in sechs Monaten liegen, stellt euch nun also die folgenden Fragen:

  • Was kann ich heute tun, um meinem Ziel näher zu kommen? (kurzfristige Ziele)
  • Was kann ich in drei Wochen tun, um mein Ziel zu erreichen?(mittelfristige Ziele)
  • Was kann ich in drei Monaten tun, um mein Ziel zu erreichen?(langfristige Ziele)

Tipps für Zielsetzung

  • Setzt euch nicht zu viele Ziele auf einmal.
  • Schreibt die konkreten Ziele auf. Hängt sie da auf, wo ihr häufig seid.
  • Sucht euch kurz-, mittel- und langfristige Ziele und Meilensteine.
  • Fangt sofort an, an der Verwirklichung eurer Ziele zu arbeiten.
  • Erstelle eine Gewinn- und Verlustrechnung.
  • Belohne dich sinnvoll, wenn du eine weitere Etappe gemeistert hast.
  • Bereitet euch auf Durchhänger und Stagnation vor.
  • Seid geduldig mit euch selbst.
  • Sprecht mit euch selbst und steigert so die Motivation.
  • Seid flexibel in der Wahl eurer Mittel- Abwechslung ist alles.
  • Lernt aus Fehlern.
  • Stellt gelegentlich vor wie es wäre wenn ihr euer Ziel erreicht habt.
  • Sucht euch Partner mit denen ihr gemeinsam an Zielen arbeiten könnt.

Zusammengefasst stehten SMARTe Ziele für:

Spezifische Ziele festlegen

Messbare Kriterien benennen.

Akzeptiere Ziele finden.

Realistische Ziele definieren.

Termine setzen.

Wir wünschen euch viel Erfolg bei der Umsetzung. Für Feedback und Kommentare nutzt unsere Facebook Seite oder schreibt uns eine Mail.

ziele w1 Falls ihr noch mehr über Ziele und Zielsetzung lesen wollt, schaut euch das folgende Buch genauer an: Den Autoren gelingt es das ganze Thema in einem spannenden Roman zu verpacken.