Viele von euch kennen das sicher: wir schieben Dinge auf, lenken uns ab oder tun nicht, was wir tun müssten. Gleiches gilt für andere Dinge, die wir uns vorgenommen haben, Sport  zu treiben oder gesünder zu essen.

Und auch wenn wir dann für den Moment abgelenkt sein mögen, danach holt die Realität uns ein und die Aufgaben sind immer noch zu erledigen.

Studien 1 haben interessanterweise aufgezeigt, dass grade die Leute, die am meisten Stress haben, am wenigsten davon profitieren, sich einfach vor den Fernseher zu setzen oder andere Medien wie Computerspiele, YouTube und co. zu konsumieren.

Eine Ursache dafür ist, dass grade diese Leute oft auch ein schlechtes Gewissen haben, grade weil sie wissen oder zu wissen glauben, dass sie so viele andere Dinge zu tun haben. Dieses schlechte Gewissen muss dabei gar nicht immer bewusst wahrgenommen werden und kann langfristig sogar schwerwiegende Folgen wie Depressionen nach sich ziehen.

Manchmal sind wir selber mit uns selbst zu streng, haben das Gefühl der Leistungsgesellschaft gerecht werden zu müssen. Werden verblendet von all den Erfolgen und Erlebnissen der anderen, welche uns in den gängigen (a)sozialen Medien wie Facebook präsentiert werden. Diese stellen jedoch immer nur einen Ausschnitt aus deren Leben dar – in der Regel nicht den schlechtesten 😉 Aber dazu in einem anderen Artikel mehr.

Quintessenz solcher Studien ist: Wenn wir Pause machen, uns einen schönen Film ansehen oder auch einfach nur mal vor dem TV abschalten, sollten wir das auch bewusst tun. Wir brauchen Pausen, um den alltäglichen Anforderungen gerecht zu werden.

Andere Studien wiederum belegen, dass auch das rein passive Konsumieren von Medien eine positive entspannende Wirkung auf uns haben kann. Noch besser ist jedoch das aktive Konsumieren.

Damit ist beispielsweise gemeint, wenn man ein Buch liest und völlig in die Phantasiewelt eintaucht, zwischendurch einfach mal die Augen schließt, die Gedanken schweifen lässt und das Gelesene visualisiert. Aber egal, ob aktiv oder passiv konsumieren, wichtig ist es, dies bewusst und ohne schlechtes Gewissen zu tun.

Eine Studie aus dem Jahr 2009 der University of Sussex hat gezeigt, dass grade lesen hier einen besonders positiven Effekt hat. Lediglich 6 Minuten Lesen am Tag können den Stresslevel um bis zu 68% reduzieren.

Gleiches gilt auch für unsere Ernährungsweise. Hier sind die Folgen des schlechten Gewissens sogar noch gravierender. Die zusätzliche Ausschüttung von Stress Hormonen kann dafür sorgen, dass der Körper die ungesunde Nahrung vermehrt als Fett einlagert, da unser Körper die Lage als Notsituation wertet.

Also auch hier gilt, auch die kleinen Sünden einfach mal genießen! Wie wäre es z.B. mit einem unsinnig großen TV? Oder einem neuen Spielzeug? Und für die Leute die mehr Wert auf Erlebnisse legen, ein etwas anderer Reiseführer?

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