Während ich mir eines der Schiffe genauer ansah, kam ein Mann betrübt herunter. Er fragte mit diesem noblen britischen Akzent nach einer Zigarette. Ich gab ihm auch noch Feuer und während er sich mit den ersten Zügen langsam erholte, fragte ich ihn was denn los sei?

Er berichtete mir von seinem großen Traum, einmal mit einer so großen Yacht hier im Hafen zu liegen. Es stellte sich heraus, das er der Besitzer der Yacht war, vor der wir standen.

Neugierig fragte ich ihn, warum er denn so betrübt sei? Ich deutete auf die riesige Yacht hinter uns und meinte nur das sein Traum sich doch offensichtlich erfüllt habe.

Doch er schüttelte nur den Kopf und zeigte auf die Yacht vor ihm, welche noch ein Stück großer war. Er sagte das diese andere Yacht heute morgen angelegt hatte, direkt vor seiner. Es wirkte fast als schäme er sich für seine Yacht, während er berichtete das er morgen wieder abreisen werde, da er das nicht erträgt.

Ich dachte, nachdem er wieder verschwunden war, noch lange über diese Begegnung nach.

Mir wurde klar das nicht unser Besitz darüber entscheidet ob wir arm oder reich sind, sondern unsere Wünsche. Wer immer mehr will als er besitzt, wer immer auf das guckt was andere mehr haben und sich ständig vergleicht, der wird immer arm sein, auch auf einer riesigen Yacht.

Wer jedoch sich selbst genügt und dankbar und zufrieden ist, mit dem was er hat, der wird immer reich sein. Auch wenn er nur mit dem Touristen Bus nach Venedig kommt.