All die liebevoll und mühsam zusammengestellten Dinge, die irgendwann in der Hoffnung gekauft wurden, dass ich mich dann glücklicher, zufriedener oder vollständiger fühle.

Was fur eine Weile zu funktionieren schien, entwickelte sich zu einer Spirale aus Konsum, und dem damit verbunden Zwang mehr zu arbeiten, mehr Dinge zu suchen usw. Auf der Suche nach einem Ziel, habe ich mich durch die Werbung für all die Statussymbole verirrt. Das traurige daran ist, dass es kein Ende, kein Ziel gibt, welches der Suchende hier erreichten könnte.

Egal wie groß das Haus, es gibt immer eins mit schönerem Ausblick oder das größer ist. Egal wie schnell das Auto und wie groß die polierten Felgen, auch hier gibt es gewiss immer jemanden, der dich trotzdem auf der Autobahn anblinken wird 😉

Konsum ist grenzenlos.

Aber um zu den positiven Dingen zu kommen, den Leuten, denen es heute so geht wie mir damals, rate ich, es mal mit dem Gegenteil zu probieren.

Statt immer mehr Dinge anzuhäufen, gebt immer mehr Dinge weg.

Anfänglich viel mir das echt schwer, aber das allerschönste am Minimalismus ist fur mich, dass es ein Ziel gibt.

Während unser Konsum nach oben keine Grenzen kennt, gibt es beim Minimalismus individuelle Grenzen und Ziele. Irgendwann besitzt du nur noch genau das, was für genau dich notwendig ist. 

Wir alle lieben das Gefühl angekommen zu sein, und genau dieses Gefühl kann der Minimalismus dir geben. Mit jedem Stück das du weggibst kommst du deinem Ziel näher, es spart dir Zeit und Geld. Du lernst, die Dinge zu schätzen die übrig bleiben und welche das überhaupt sind. Mein Ziel ist es derzeit, alles in einen Handgepäck tauglichen Rucksack zu bekommen. Auf Reisen ist mir neulich jemand begegnet der nur mit einem Fluchtrucksack für mehrere Monate im Jahr in der Wildnis lebt.

Also in dem Sinne, was brauchst du wirklich? Was kannst du weggeben? Wann kommst du an?